Systemische Aufstellungen nach Hellinger

unter jedem Dach ein Ach

Wann machen Aufstellungen Sinn?

  • Für Erwachsene, die noch mit den Eltern oder Geschwistern grollen, kämpfen oder mit ihnen im Zwist leben
  • Einzelne & Paare, die Verständnis und Lösungen für Beziehungskrisen suchen
  • Einzelne & Paare, die Lösungsmöglichkeiten in schwierigen Lebenssituationen erkennen möchten
  • Einzelne und Paare, die Entscheidungsfragen klären wollen, wie Familiengründung, Trennungs- oder Scheidungssituationen
  • Einzelne, die eine unterstützende Begleitung im psychotherapeutischen Einzelprozess benötigen
  • Single mit dem Wunsch nach einer Partnerschaft
  • Bei besonderem oder schwerem Schicksal, wie z.B. Adoption, Krankheit, Suchtverhalten, „Patchwork"- und Stieffamilien
  • Bei auffälligem Verhalten der Kinder
  • Im Abschied nach dem Tod eines Nahestehenden
  • Zur Zielfindung bei Unsicherheit und zur Neuausrichtung im Leben
  • Zur Werte- und Sinnfindung

Blockaden die sich lösen lassen

  • negative Verhaltensmuster die sich immer wieder zeigen und die "automatisch" hochkommen: (z. B. zurückziehen, streiten, Kontrolle, Sucht, Selbstsabotage).
  • überbordende Emotionalität die inadäquat sind: (z.B. Wut, Traurigkeit, Angst, jede Emotion die unverhältnismäßig wirkt oder irrrational erscheint).
  • Schuld-/Schamgefühle: (Ich habe es nicht verdient geliebt zu werden, ich bin nicht richtig, der Fehler liegt immer bei mir).
  • ständiges Prokrastinieren, ich kann schlecht Entscheidungen treffen: (z. B. ehrgeizig sein, Bindungen einzugehen, Kinderwunsch realisieren).
  • Körperliche Symptome die sich medizinisch nicht erklären lassen: (z. B. chronische Schmerzen, Erschöpfung).
  • Bindungsabbrüche oder Kontaktabbrüche in Beziehungen: (z. B. Trennungen; Kontaktabbruch zu Eltern, Kindern, Geschwistern; keine Kommunikation innerhalb der Familie).
  • Übernommene Gefühle aus dem Familiensystem (z. B. „Ich trage die Trauer der Mutter“, „Ich muss die Schuld des Vaters abtragen“).
  • Innere Loyalitätskonflikte (z. B. „Wenn ich erfolgreich bin, verrate ich meine Familie“, „Wenn ich glücklich bin, geht es Mama noch schlechter“).
  • Ungelebtes Leben (z. B. ausgebremste Lebensfreude, Erfolgsverzicht, Angst vor Glück - aus Treue zu den Leidenden im System).

Familienaufstellen nach B. Hellinger 

In der Schicksalsgemeinschaft der Familie wirken tiefe, seelische Bindungen, die mehrere Generationen zurückreichen können und unser persönliches Schicksal, meist unbewusst, stärken oder schwächen.

Wenn Menschen negative Erfahrungen nicht bewältigen können, entstehen psychische Probleme und seelische Konflikte. Solche Überforderungen und "Traumatisierungen" werden insbesondere durch dramatische Ereignisse (z.B. schwere Erkrankungen, plötzliche Todesfälle) oder lang andauernde soziale Stresssituationen hervorgerufen (z.B. sexueller Missbrauch, Alkoholismus der Eltern).

Traumatisierende Erfahrungen werden häufig unbewusst an das eigene Familiensystem weitergegeben. Manche Ereignisse in einem Familiensystem, wie z.B. früher Tod eines Elternteils oder eines Geschwisters, wirken lange nach. Belastende Erfahrungen der Eltern (z.B. Scheidungen) wirken auf die Kinder fort.

Jedes Kind ist in der Tiefe liebevoll mit seiner Familie Verbunden. Diese Bindung schützt nicht vor familiären Belastungen so dass die Kinder (und wir sind alle Kinder) die ungelösten Schwierigkeiten mittragen. So entstehen über mehrere Generationen hinweg unbewusste Wiederholungen von Ereignissen, die Leid und Unglück erzeugen. Die Beteiligten geraten dadurch in tiefe seelische Verstrickungen und können sich nur schwer aus solchen belastenden und zuweilen sogar verwirrenden Schicksalsverbindungen lösen. Schwere seelische Konflikte bis zu körperlichen Manifestationen (Krankheiten) sind die Folgen und münden in Verhaltensweisen, Gefühlen und Wertvorstellungen, die dem Familiensystem verdankt und durch herkömmliche Therapien, Körperarbeit und Meditation kaum aufzulösen sind.